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Paten sollen Mutmacher sein

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Buxtehuder Tageblatt - 14.06.2013
53 Schülerinnen und Schüler haben ihre Paten kennengelernt 

Am gleichen Bild auf der Karte in ihrem Umschlag haben sich Patenkind und Patin erkannt: Domenic Pfitzner (15) und Lena-Mareen Hertwig.

Heike Kilian-Klose und Yara Schütt

 Seriban Dogan und Bärbel Lübke-Elbracht
 

BUXTEHUDE. Die Phase, in der Jugendliche entscheiden, welchen Weg sie nach der Schule einschlagen, ist aufregend – für sie selbst und für die Eltern. Jemand von außerhalb der Familie kann mit dieser Situation oft entspannter umgehen und aus eigener Lebens- und Berufserfahrung eine frische Sicht einbringen. Das ist die Idee des Patenprojekts der Buxtehuder Bildungsoffensive (BBO).

„Ich bin 15 dreiviertel“, sagt Domenic Pfitzner, als er nach seinem Alter gefragt wird. „Ich bin drei Wochen vor 25“, antwortet seine Patin Lena-Mareen Hertwig fünf Minuten später auf die gleiche Frage. Ist es Zufall, dass sich die Antworten ähneln? Wahrscheinlich nicht. Eher liegt es an der Chemie. Dass die stimmt, ist für den Erfolg der Paten-Tandems nämlich ganz wichtig, erläutert die Personalfachfrau Tinka Beller von der Agentur Kontor 5, die mit der Auswahl der 53 Buxtehuder Patenkinder und ihrer Paten betraut war. Mit allen hat sie vorher Einzelgespräche geführt. Um die gewünschte Berufssparte geht es bei der Auswahl der Paten-Tandems nicht in erster Linie. Domenic beispielsweise will „in die IT-Branche“, seine neue Patin Lena-Mareen Hertwig ist beruflich ganz woanders unterwegs: Sie ist Heilerziehungspflegerin. Aber gerade verschiedene Perspektiven können sehr anregend sein. In der Vergangenheit hat sich das schon bewährt: Das Pilot-Patenprojekt startete im Jahr 2006 mit 30 Schülern an der Hauptschule Süd und wurde später auch an der Realschule Nord durchgeführt. Jetzt gehört es zur BBO (siehe Kasten).

Bei der Auftaktveranstaltung im Stieglitzhaus haben jetzt 53 Schülerinnen und Schüler ihre Paten kennengelernt – allesamt Praktiker aus dem Arbeitsleben, die sie jetzt ein Jahr lang auf ihrem Weg ins Berufsleben unterstützen wollen – vor allem durch persönliche Gespräche darüber.

Yara Schütt von der Realschule Süd ist 15 Jahre alt und weiß schon ganz genau, was sie später machen will: „Erzieherin werden.“ Solche Zielstrebigkeit lobt ihre Patin Heike Kilian-Klose. Sie ist Lehrerin an den BBS II in Stade – „aber in dem Alter wollte ich noch Tropenärztin werden wie Albert Schweitzer“.

Auch die 16-jährige Seriban Dogan von der Buxtehuder Hauptschule Nord hat schon einen konkreten Berufswunsch: Polizistin. „Das finde ich toll“, sagt ihre Patin Bärbel Lübke-Elbracht, Buxtehuder Ratsfrau und Gewerkschaftssekretärin, die gerade in die passive Phase der Altersteilzeit eingetreten ist. Vom Berufswunsch ihres neuen Patenkindes ist sie angetan und sieht gute Chancen: „Bewerbungen von Frauen werden bei der Polizei zurzeit sehr unterstützt, erst recht mit Migrationshintergrund.“ Lübke-Elbracht selbst wollte mit 16 Jahren vor allem eines: Abitur machen.

„Und jetzt hör gut zu“, sagt sie zu Seriban, „meine Eltern meinten nämlich, wenn einer Abitur macht, dann sollte das mein Bruder sein.“ Lübke-Elbracht ist stolz darauf, es mit 38 Jahren trotzdem noch abgelegt und mit 48 ihr Studium abgeschlossen zu haben. Jetzt ist sie 62. „Sie sehen aber jünger aus“, sagt Seriban. Lübke-Elbracht strahlt: „Ich glaube, das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.“
 

Die Buxtehuder Bildungsoffensive

Die Buxtehuder Bildungsoffensive (BBO) will Schüler beim Start ins Berufsleben unterstützen – mit Maßnahmen wie Trainings, Praktika, dem Patenprogramm und der Nacht der Ausbildung. Mit im Boot sind Betriebe aus der Region, Wirtschaftsförderung, Agentur für Arbeit, Schulen, Volkshochschule, Hochschule21 und Handwerkskammer. Projektleiter ist VHS-Leiter Dr. Dirk Pohl. Wer bereit ist, sich als Pate für junge Buxtehuder in der Berufsfindungsphase zu engagieren, darf sich gerne melden: 0 4161/ 5 01 20 01 oder fachbereich2(at)stadt.buxtehude.de

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